Ein Angebot des HAUS DER TECHNIK – HDT

HAUS DER TECHNIK e.V. • Hollestr. 1 • 45127 Essen • Tel.: 0201/1803-1 • Fax: 0201/1803-269 • info@hdt-essen.de

Gefahrstoffe.eu  |  Weiterbildungsangebot  |  Gefahrstoffbeauftragter

Gefahrstoffbeauftragter

Der Begriff "Gefahrstoffbeauftragter" ist gesetzlich nicht geschützt. Da jedoch viele Teilnehmer uns ganz speziell nach einem Lehrgang "Gefahrstoffbeauftragter" gefragt haben, bieten wir diesen natürlich auch an. Der Gefahrstoffbeauftragte berät den Unternehmer bzw. Arbeitgeber in allen Fragen rund um die Gefahrstoffe.


Unsere Veranstaltungs-Highlights zum Thema Gefahrstoffbeauftragter


Hintergrundinformationen zum Thema Gefahrstoffbeauftragter

Unternehmer müssen für sichere und gesunde Arbeitsplätze in ihrem Betrieb sorgen. Betriebssicherheitsverordnung, Arbeitsstättenverordnung und Gefahrstoffverordnung übertragen den Arbeitgebern dabei viel Eigenverantwortung. Einen Teil seiner Aufgaben kann der Arbeitgeber an geeignete Personen übertragen – zum Beispiel an einen Gefahrstoffbeauftragten.

Vielfältige Aufgaben fordern Gefahrstoff-Experten

Wie sinnvoll diese Übertragung von Aufgaben ist, zeigt ein Blick auf die vielfältigen Anforderungen, die beim Umgang mit Gefahrstoffen entstehen. Das europäische Gefahrstoffrecht setzt auf eine Maßnahmen-Hierarchie, um Mitarbeiter vor den Gefahren durch Unfälle oder Berufskrankheiten zu schützen. Danach sind Arbeitgeber zu folgendem Vorgehen verpflichtet:

  • Schritt 1 – Vermeidung: Prüfung, ob auf die Gefahrstoffe im Unternehmen verzichtet werden kann, z. B. indem man das Verfahren oder Produkt ändert.
  • Schritt 2 - Substitution: Müssen Gefahrstoffe eingesetzt werden, ist zu prüfen, ob der Gefahrstoff durch einen anderen Stoff ersetzt werden kann, der weniger gefährliche Eigenschaften aufweist.
  • Schritt 3 – Schutzmaßnahmen: Wenn sich Risiken durch Gefahrstoffe für Beschäftigte nicht vermeiden lassen, muss der Arbeitgeber diese Risiken durch Schutzmaßnahmen reduzieren. Dabei gilt das TOP-Prinzip: Technische Maßnahmen (z. B. Absaugung) haben Vorrang vor organisatorischen (z. B. begrenzte Expositionszeit). Erst danach sind personenbezogene Maßnahmen (z. B. Schutzhandschuhe) das Mittel der Wahl.

Außerdem müssen für bestimmte besonders gefährliche Stoffe, z. B. für karzinogene und mutagene Stoffe, strengere Maßnahmen umgesetzt werden. Dass hier Spezialisten gefordert sind, liegt auf der Hand. In der Gefährdungsbeurteilung müssen Art und Menge der Gefahrstoffe erfasst werden, Möglichkeiten zur Substitution vorgeschlagen, Expositionsdauern, Lagerung, Aufbewahrung, Vorsorgeuntersuchungen und Maßnahmen des Arbeitsschutzes ermittelt und bewertet werden. Das sind Aufgaben für eine fachkundige Person wie den Gefahrstoffbeauftragten.

Gefahrstoffbeauftragte können die Geschäftsleitung und alle Personen, die im Unternehmen für den Umgang mit Gefahrstoffen verantwortlich sind zur Auswahl und dem sicheren und vorschriftsgemäßen Umgang mit Gefahrstoffen beraten. Dabei arbeiten sie mit der Sicherheitsfachkraft, dem Betriebsarzt sowie den Umweltschutzbeauftragten zusammen. Sie können als Ansprechpartner für Behörden und Versicherer aktiv werden.