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Sicherheitsdatenblatt

Seit einigen Jahren bietet das HDT den Lehrgang "Vermittlung der Fachkunde für die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern" an. Nach dem Europäischen Chemikalienrecht und der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) sind die Hersteller/Lieferanten von Stoffen und Zubereitungen verpflichtet, für nahezu alle Produkte Sicherheitsdatenblätter zu erstellen. Das Problem ist, dass ein Sicherheitsdatenblatt bei Berücksichtigung aller rechtlichen Dinge auch schnell einmal 200 Seiten lang sein kann.


Unsere Highlights zum Thema Sicherheitsdatenblatt


Hintergrundinformationen zum Thema Sicherheitsdatenblatt

Nur wer mögliche Gefahren kennt, kann sich auch vor ihnen schützen. Diese Überlegung ist die Basis für das „Sicherheitsdatenblatt“. In diesem Dokument werden sicherheitsbezogene Informationen über Stoffe und Gemische zusammengefasst.

Seit 2007 regelt die REACH-Verordnung (Art. 31 und Anhang II) die Rechte und Pflichten rund um Sicherheitsdatenblätter. Dabei wurden gegenüber älteren Regelungen die Anforderungen an Sicherheitsdatenblätter erweitert: Für gefährliche Stoffe, von denen ein Hersteller mehr als 10 Tonnen pro Jahr produziert, müssen zusätzliche Sicherheitsdaten in einem Stoffsicherheitsbericht zusammengefasst werden.

Sicherheitsdatenblatt für berufliche Anwender

Berufliche Anwender von Gefahrstoffen haben einen Anspruch darauf, dass ihr Lieferant ein aktuelles, fachlich richtiges und vollständiges Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellt. Wer ein Sicherheitsdatenblatt erstellt, muss über besondere Fachkunde verfügen, die zum Beispiel in Fortbildungen und Seminaren zum Thema „Sicherheitsdatenblatt“ erworben wird. Genauere Informationen zu den Anforderungen an die Fachkunde sind in der „Bekanntmachung zu Gefahrstoffen 220“ in der Anlage 2 aufgeführt.

Klar gegliedert: 16 Abschnitte des Sicherheitsdatenblattes

Sicherheitsdatenblätter sollen kurz und präzise alle Informationen zusammenfassen, die berufliche Anwender für eine sachgerechte Handhabung, Lagerung und Entsorgung von Gefahrstoffen benötigen. Damit Anwender sich rasch zurechtfinden, ist die Struktur des Sicherheitsdatenblattes eindeutig vorgegeben. Jedes Sicherheitsdatenblatt enthält die folgenden 16 Abschnitte:

1: Bezeichnung des Stoffs bzw. des Gemischs und des Unternehmens – 2: Mögliche Gefahren – 3: Zusammensetzung/Angaben zu den Bestandteilen – 4: Erste-Hilfe-Maßnahmen – 5: Maßnahmen zur Brandbekämpfung – 6: Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung – 7: Handhabung und Lagerung – 8: Begrenzung und Überwachung der Exposition/ Persönliche Schutzausrüstung – 9: Physikalische und chemische Eigenschaften – 10: Stabilität und Reaktivität – 11: Toxikologische Angaben – 12: Umweltbezogene Angaben – 13: Hinweise zur Entsorgung – 14: Angaben zum Transport – 15: Rechtsvorschriften – 16: Sonstige Angaben

Sicherheitsdatenblätter regelmäßig aktualisieren

Wenn sich die Zusammensetzung von Produkten durch neue Inhaltsstoffe ändert, muss das Sicherheitsdatenblatt aktualisiert werden. Auch wenn z.B. die Anforderungen an die Kennzeichnung der Gefahrstoffe erneuert werden oder neue Erkenntnisse zum Risikomanagement vorliegen. Sicherheitsdatenblätter nach altem Recht – zu erkennen an der Überschrift „Sicherheitsdatenblatt nach Richtlinie 91/155/EG“ – werden bei behördlichen Kontrollen nicht mehr akzeptiert!