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Toxikologie/Ökotoxikologie

Das Seminar "Toxikologie und Ökotoxikologie" wird vom HDT seit 1995 angeboten. Im Gefolge von REACH, GHS und CLP sowie den hieraus erwachsenden Anforderungen wurde das Seminar völlig neu konzipiert und ein modularer Aufbau umgesetzt. Damit wird unterschiedlichen Vorkenntnissen Rechnung getragen. Durch die neue Struktur wird auch dem Wunsch vieler Teilnehmer entsprochen, den umfangreichen Stoff auf mehr Seminartage zu verteilen. Wir bieten jeweils zweitägig das Basisseminar "Arbeitsmethodik Toxikologie" sowie das Aufbauseminar "Toxikologie und Ökotoxikologie" an.


Unsere Highlights zum Thema Toxikologie und Ökotoxikologie


Hintergrundinformationen zum Thema Toxikologie/Ökotoxikologie

Für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sind Informationen zu den vorliegenden gefährlichen Eigenschaften eine wichtige Grundlage. Dabei hat sich mit Inkrafttreten der REACH-Verordnung die Beweislast im Vergleich zum Chemikaliengesetz verändert: Jetzt muss nicht mehr die nationalen Behörde, sondern die chemische Industrie dafür sorgen, dass Chemikalien sicher gehandhabt werden.

Wichtige Informationen für das Sicherheitsdatenblatt

So fordert das Sicherheitsdatenblatt nach REACH in den Abschnitten 11 und 12 toxikologische und umweltbezogene (u.a. ökotoxikologische) Angaben. Dabei wird die gesundheitsschädigende Wirkung des Gefahrstoffs beschrieben. Sie wird vom Hersteller in toxikologischen Untersuchungen ermittelt. Gegenüber den vorangegangenen Regelungen sind die REACH-Anforderungen für die „akute Toxizität“ strenger geworden. Außerdem neu: Die CLP-Verordnung unterscheidet zwischen akuter und chronischer Wirkung auf Gewässer.

Diese Daten sind im Abschnitt 11 für Stoffe gefordert: Ätz-/Reizwirkung auf die Haut, schwere Augenschädigung/-reizung, Sensibilisierung der Atemwege/Haut, Keimzell-Mutagenität, Karzinogenität, Reproduktionstoxizität, Spezifische Zielorgan-Toxizität (STOT) - einmalige bzw. wiederholte Exposition, Aspirationsgefahr. Die Prüfverfahren oder zugrundliegende Studien sind aufzuführen. Außerdem muss unter anderem angegeben werden, wie das Gift möglicherweise aufgenommen wird (Expositionsweg) - Verschlucken, Einatmen oder Haut-/Augenkontakt.

Für die Angaben zur Ökotoxizität im Abschnitt 12 des Sicherheitsdatenblatts fordert die REACH-Verordnung detaillierte Angaben zu den Prüfungen: Versuchsmedien, Tierarten, Maßeinheiten, Prüfdauer und -bedingungen. Diese Informationen können nützlich sein, wenn Material verschüttet oder freigesetzt wurde oder als Abfall entsorgt werden muss. Erwünscht sind weiterhin Angaben zur Bioakkumulation, Persistenz und Abbaubarkeit für jeden einzelnen Stoff des Gemischs zu machen.

Anspruchsvolle Aufgaben für Labore und Mitarbeiter

Diese kurze Auflistung stellt nur einen Teil der Informationen dar, die für den sicheren Umgang mit giftigen und umweltgefährdenden Substanzen benötigt werden. Die vorschriftsgemäße Einstufung und Klassifizierung dieser Gefahrstoffe gehört daher unbedingt in die Hände von Profis. Zahlreiche Labore bieten diese Prüfungen nach den Grundsätzen der GLP (Gute Laborpraxis) an. Mitarbeiter in Unternehmen, die Sicherheitsdatenblätter erstellen oder mit diesen Angaben arbeiten, müssen unbedingt entsprechend ausgebildet sein.